Vernähen diagonaler Stiche auf Kanevas

Kursnummer: THR01

Möchtest du ein paar wunderschöne Beispiele zu Handstickerei sehen, besuche diese Seite oder Monika’s Blog.

Materialvielfalt ist das A und O moderner Stickarbeiten

Sie verleiht euren Projekten Schönheit, Lebendigkeit und manchmal auch diesen ganz besonderen „Wow!“-Effekt. Scheut euch nicht, auch einmal zu experimentieren! Mit den Informationen zu den wichtigsten Garnen, die heute verfügbar sind, habt ihr schon eine gute Grundlage. Und dann heißt es: Augen offenhalten – es gibt so vieles zu entdecken!

Für kreative Arbeiten lohnt es sich zum Beispiel auch, in einem Wollgeschäft vorbeizuschauen. Ich habe früher oft einfach einen Knäuel mitgenommen, der mir gefallen hat – irgendwann findet er sicher seinen Platz in einem Projekt. 😊

Aber werfen wir mal einen genaueren Blick auf 🧵 Stickgarne, denn da geht’s richtig rund:

  • 🧵 Mouliné (Stranded Cotton) – Der Klassiker! Meist 6-fädig, lässt sich ganz leicht teilen. Ihr bestimmt selbst, wie dick oder fein euer Stickbild wird. Ideal für fast alles – von filigraner Kontur bis vollflächiger Farbexplosion.
  • 🧵 Perlgarn (Pearl Cotton) – Das glänzt nicht nur schön, das hat auch Charakter! Gibt’s in verschiedenen Stärken – je kleiner die Zahl, desto dicker das Garn. Ungeteilt und mit perliger Struktur durch eine recht Kräftige Zwirnung. Ideal für plastische Effekte, kräftige Linien oder wenn’s einfach mal edel aussehen soll.

Wollgarne und Merinobeimischungen – Eignen sich wunderbar für rustikale, flauschige oder plastische Effekte. Auf grobem Leinen oder Filz fühlen sie sich besonders wohl. Und ja, manchmal reicht auch ein schöner Rest aus der Sockenschublade, um Akzente zu setzen!

Seidengarne – Die Diven unter den Stickgarnen. Traumhaft glänzend, manchmal ein bisschen zickig, aber immer ein Hingucker. Achtung: Seide ist empfindlich – also bitte keine Gewalt, sondern Samthandschuhe!

Metall- und Effektgarne – Für Glitzer und Drama! Hier ist Geduld gefragt – die neigen zum Aufspleißen.
💡 Tipp: kürzere Fäden nehmen, langsam arbeiten und eventuell ein zweites normales Garn dazunehmen, das als „Zugpferd“ fungiert.

Spezialgarne & Exoten – Bänder, Chenille, Bändchengarn, Lurex, Garne mit Farbverlauf oder Textur: erlaubt ist, was Spaß macht! Manchmal müsst ihr die Nadel ein bisschen anschmachten, bis sie’s durchzieht – aber es lohnt sich.

Und falls ihr euch fragt, womit ihr anfangen sollt: probiert euch durch! Stickgarne sind wie Pralinenschachteln – die Vielfalt macht den Reiz. Und wer sagt eigentlich, dass man nur eine Sorte im Projekt benutzen darf? 😉

  • Kein dunkler Faden unter hellem Garn.
  • Keine Fäden unter Flächen, die nicht deckend oder gar nicht bestickt werden.

💡 WICHTIG: Wenn in der zu bestickenden Fläche kein Platz zum Spannen vorhanden ist, den Anfangs- oder Endfaden außerhalb dieser Fläche sichern und am Ende auf der Rückseite vernähen.

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