Ein paar Tipps und Tricks

Kursnummer: THR03

Möchtest du ein paar wunderschöne Beispiele zu Handstickerei sehen, besuche diese Seite oder Monika’s Blog.

Erklärungen für die Symbole in unseren Anleitungen:
📌 Beispiele
🪡 Stiche
🧩 Techniken
✂️ Werkzeug
🧵 Material
💡Wichtig

Tipps für das Arbeiten mit mehreren Fäden

Lasst euren Faden beim Sticken über ein Hilfsinstrument laufen – das sorgt nicht nur für ein sauberes Ergebnis, sondern auch für gute Nerven:

  • Die Fäden bleiben schön parallel.
  • Sie verdrehen sich weniger.
  • Das Stickbild wirkt gleichmäßiger und professioneller.

Hilfsinstrumente können sein:

  • eine dicke Nadel
  • ✂️Mellore
  • ✂️Tekobari
  • ✂️Bodkin
  • ✂️Aficot
  • … oder ganz oldschool: der eigene Finger (funktioniert erstaunlich gut!)

💡 Nochmals, weil’s wirklich wichtig ist:

  • Bei mehrfädigen Garnen immer erst alle Fäden voneinander trennen – und dann die gewünschte Anzahl wieder zusammenfügen. Klingt aufwendig? Lohnt sich absolut! 😊

So trennt man Fäden am einfachsten

  • Garn mittig über einen Finger legen.
  • Mit dem Nadelöhr unter einen einzelnen Faden gehen.
  • Faden langsam und gleichmäßig herausziehen.
  • Das Garn schiebt sich dabei zusammen – nicht erschrecken!
  • Einfach mit der Hand wieder glatt streichen.
  • Den herausgezogenen Faden „austrudeln“ lassen, damit er sich entdreht.

Tricks für das Arbeiten mit empfindlichen Fäden

Manche Garne sind einfach kleine Diven – aber mit ein paar Tricks lassen sie sich trotzdem zähmen:

  •  Zellophanpapier-Trick
  • Einen Tropfen nicht fettende Handcreme auf Zellophanpapier geben.
  • Zusammenfalten und Creme gut verteilen.
  • Faden mehrfach durch die Folie ziehen.
  • Das glättet den Faden – ohne ihn fettig zu machen.
  •  Handflächen-Trick
  • Einen Tropfen Creme auf die Handinnenfläche geben.
  • Verreiben.
  • Faden sanft durch die Hand ziehen – super bei kürzeren Längen.
  •  Japanische Methode (auch bekannt als: Stirnglanz deluxe 😅)
  • Wichtig: Kein Make-up tragen!
  • Faden mehrfach über die Stirn ziehen.
  • Das natürliche Hautfett glättet den Faden s sanft.
  • Besonders beliebt bei Seidengarnen wie 🧵 Soie Ovale™
  •  KosmetikschwämmchenTrick
  • Schwämmchen leicht anfeuchten.
  • Faden durchziehen – funktioniert, aber mit Einschränkungen:
    • Muss oft wiederholt werden.
      • Wasser verdunstet schnell.
    • Garn wird dadurch leider steif.
  •  BienenwachsTrick
  • Wachs in der Hand oder über einer leichten Hitzequelle erwärmen.
  • Faden mehrfach hindurchziehen.
  • Gut für störrische Garne, aber sparsam verwenden!
    • 📌 Beispiel: Leinengarne
  •  Thread Conditioner
  • Der moderne Ersatz fürs klebrige Wachs.
  • In vielen Quilt- und Patchwork-Shops erhältlich.
  • Pflegt und glättet – ganz ohne Drama.

Und jetzt kommt der Klopper aus Omas Zeiten:
Der Ohrlöffel.

Früher war das ein ganz selbstverständliches Werkzeug in jeder Nähbox: Ein kleines Metallinstrument zum Reinigen der Ohren – und zum… ja, genau: Fettabnehmen für den Stickfaden! 😳 Das Ohrenschmalz wurde nämlich (ehrlich!) zum Glätten von Fäden verwendet.
Kein Sticker-Latein, sondern gelebte Praxis!

Und die andere, spitzere Seite? Wurde gerne als Zahnstocher oder Nagelreiniger benutzt…
Ob da je was verwechselt wurde? Hoffen wir einfach mal nicht. 😅

Ohrlöffel
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