Ein paar Tipps und Tricks
Kursnummer: THR03
Möchtest du ein paar wunderschöne Beispiele zu Handstickerei sehen, besuche diese Seite oder Monika’s Blog.
🎯 Geeignet für: Alle
🔑 Voraussetzungen: Keine
⏱️ Lesedauer: ∼20 Minuten
🧵 Material: —
📜 Badge: nach Kursabschluss/bestandener Abschlussfrage
Erklärungen für die Symbole in unseren Anleitungen:
📌 Beispiele
🪡 Stiche
🧩 Techniken
✂️ Werkzeug
🧵 Material
💡Wichtig
Tipps für das Arbeiten mit mehreren Fäden
Lasst euren Faden beim Sticken über ein Hilfsinstrument laufen – das sorgt nicht nur für ein sauberes Ergebnis, sondern auch für gute Nerven:
- Die Fäden bleiben schön parallel.
- Sie verdrehen sich weniger.
- Das Stickbild wirkt gleichmäßiger und professioneller.
Hilfsinstrumente können sein:
- eine dicke Nadel
- ✂️Mellore
- ✂️Tekobari
- ✂️Bodkin
- ✂️Aficot
- … oder ganz oldschool: der eigene Finger (funktioniert erstaunlich gut!)
💡 Nochmals, weil’s wirklich wichtig ist:
- Bei mehrfädigen Garnen immer erst alle Fäden voneinander trennen – und dann die gewünschte Anzahl wieder zusammenfügen. Klingt aufwendig? Lohnt sich absolut! 😊
So trennt man Fäden am einfachsten
- Garn mittig über einen Finger legen.
- Mit dem Nadelöhr unter einen einzelnen Faden gehen.
- Faden langsam und gleichmäßig herausziehen.
- Das Garn schiebt sich dabei zusammen – nicht erschrecken!
- Einfach mit der Hand wieder glatt streichen.
- Den herausgezogenen Faden „austrudeln“ lassen, damit er sich entdreht.
Tricks für das Arbeiten mit empfindlichen Fäden
Manche Garne sind einfach kleine Diven – aber mit ein paar Tricks lassen sie sich trotzdem zähmen:
- Zellophanpapier-Trick
- Einen Tropfen nicht fettende Handcreme auf Zellophanpapier geben.
- Zusammenfalten und Creme gut verteilen.
- Faden mehrfach durch die Folie ziehen.
- Das glättet den Faden – ohne ihn fettig zu machen.
- Handflächen-Trick
- Einen Tropfen Creme auf die Handinnenfläche geben.
- Verreiben.
- Faden sanft durch die Hand ziehen – super bei kürzeren Längen.
- Japanische Methode (auch bekannt als: Stirnglanz deluxe 😅)
- Wichtig: Kein Make-up tragen!
- Faden mehrfach über die Stirn ziehen.
- Das natürliche Hautfett glättet den Faden s sanft.
- Besonders beliebt bei Seidengarnen wie 🧵 Soie Ovale™
- Kosmetikschwämmchen–Trick
- Schwämmchen leicht anfeuchten.
- Faden durchziehen – funktioniert, aber mit Einschränkungen:
- Muss oft wiederholt werden.
- Wasser verdunstet schnell.
- Garn wird dadurch leider steif.
- Muss oft wiederholt werden.
- Bienenwachs–Trick
- Wachs in der Hand oder über einer leichten Hitzequelle erwärmen.
- Faden mehrfach hindurchziehen.
- Gut für störrische Garne, aber sparsam verwenden!
- 📌 Beispiel: Leinengarne
- Thread Conditioner
- Der moderne Ersatz fürs klebrige Wachs.
- In vielen Quilt- und Patchwork-Shops erhältlich.
- Pflegt und glättet – ganz ohne Drama.
Und jetzt kommt der Klopper aus Omas Zeiten:
Der Ohrlöffel.
Früher war das ein ganz selbstverständliches Werkzeug in jeder Nähbox: Ein kleines Metallinstrument zum Reinigen der Ohren – und zum… ja, genau: Fettabnehmen für den Stickfaden! 😳 Das Ohrenschmalz wurde nämlich (ehrlich!) zum Glätten von Fäden verwendet.
Kein Sticker-Latein, sondern gelebte Praxis!
Und die andere, spitzere Seite? Wurde gerne als Zahnstocher oder Nagelreiniger benutzt…
Ob da je was verwechselt wurde? Hoffen wir einfach mal nicht. 😅

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